Jimmy Robert

All dressed up and nowhere to go

28.10.2022–15.01.2023
Ein weißer Raum mit hohen Decken und mehreren Türen, spiegelnd gegliedert.
Ein weißer Raum mit geöffneten Türen und Spiegelungen an den Wänden.
Ein modernes, minimalistisch gestalteter Ausstellungsraum mit weißen Wänden und spiegelnden Flächen.
Drei weiße Skulpturen in einem hellen Ausstellungsraum.
Moderne weiße Skulpturen in einem Raum mit hochglänzenden Oberflächen.
Ein weißes Kleid auf einer Schaufensterpuppe in einem minimalistischen Raum.
Ein modernes Ausstellungszimmer mit einem Holzobjekt auf dem Boden und Baugestellen an der Wand.
Zwei Hände halten ein stark vergilbtes Polaroid-Foto.
Ein minimalistischer Raum mit zwei spärlich gestalteten Bildern an Wand und Boden.
Ein Beamer projiziert Bilder auf einen Tapeziertisch in einem dunklen Raum.
Ein karges, leeres Zimmer mit einem kleinen weißen Tisch und funktionellen Möbeln.
Ein Fotostudio mit beleuchteten weißen Pappwänden und einem Scheinwerfer.
Ein kleiner Bildausschnitt hängt an einem senkrechten Stock im Raum.
Ein Mensch sitzt in einem Raum vor einem Spiegel und gra נח und hebt den Arm.
Ein leerer Galerieraum mit einem aufgerollten Informationsblatt und einem Gemälde im Hintergrund.
Ein minimalistischer Ausstellungsraum mit Kunstwerken und TV-Bildschirm.

Künstler*in

  • Jimmy Robert

Kurator*innen

  • Christina Lehnert
  • Çağla Ilk

Kuratorische Assistenz

  • Sandeep Sodhi

Dank an

Szenografie: Jimmy Robert arbeitet mit dem Studio Diogo Passarinho zusammen.
Kostümdesign: Sarah Ama Duah macht die Kostüme.

All dressed up and nowhere to go ist eine große Ausstellung von Jimmy Robert. Er ist ein Künstler. Er kommt aus Guadeloupe. Er ist 1975 geboren.

Jimmy Robert zeigt in seiner Kunst verschiedene Bewegungen. Zum Beispiel:

  • Posieren
  • Tanzen
  • Kleiden
  • Voguing
  • Cruising

Diese Bewegungen gibt es in der Kunst. Sie gibt es auch in der queeren Kultur. Und sie gibt es im öffentlichen Raum.

Bewegung ist nicht neutral. Bewegung sagt etwas über die Person aus. Bewegung wird gelenkt. Bewegung wird vereinheitlicht. So wird Bewegung zu einem Merkmal der Gesellschaft.

Auch die Kunsthalle ist ein öffentliches Gebäude. Die Architektur der Kunsthalle gibt Bewegungen vor. Zum Beispiel:

  • Spazieren im Park
  • Die Steintreppe hochgehen
  • In den Jugendstilbau gehen
  • Die Marmortreppe hochgehen
  • Durch die Ausstellungsräume gehen

Hier beginnt die Ausstellung. Jimmy Robert hat etwas Neues gemacht. Er hat es mit dem Studio Diogo Passarinho gemacht. Es gibt große Spiegelwände. Die Spiegelwände zeigen dich. Es gibt einen Raum wie ein Labyrinth. Es gibt eine Bühne mit einem Backstage-Bereich. Es gibt eine Garderobe. Es gibt einen neuen Raum. Es gibt ein Bild, das täuscht. Der Raum ist leer. Du siehst dich selbst. Der Titel der Ausstellung ist All dressed up and nowhere to go. Der Titel stellt Fragen. Fragen über Zugehörigkeit. Fragen über deine Position. Fragen über deinen Blick. Fragen über den Blick von anderen. Kleidung ist wie ein Kostüm. Du ziehst dich an und aus. Es gibt eine Bühne und einen Backstage-Bereich. Diese Ideen sind wichtig. Sie sind wie ein roter Faden. Sie sind in der Ausstellung und in den Fotos. Performance ist hier anders. Du kannst sie sehen und erleben. Du kannst sie in der Ausstellung erleben.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Jimmy Robert. Die Arbeiten sind von den letzten 20 Jahren. Es gibt Performance, Fotos und Filme. Es gibt ein Netzwerk. Es gibt immer wieder gleiche Themen. Die Themen sind Körper, Blick und Raum. Jimmy Robert zeigt oft seinen eigenen Körper. Er zeigt ihn in Bezug zu anderen Dingen. Er passt sich an. Er erzählt davon. So wird klar: Welche Geschichten haben Blicke? Welche Geschichten haben Orte? Wie beeinflussen Blick und Ort das Sein?

Für Jimmy Robert ist der Körper wichtig. Der Körper ist der Ort, wo Innen und Außen zusammenkommen. Der Körper wird von außen gesehen. Der Körper wird beurteilt. Er wird nach Geschlecht, Hautfarbe und Sexualität beurteilt. Es gibt Performance und Filme. Zum Beispiel Brown Leatherette (2002). Zum Beispiel Vanishing Point (2014). Zum Beispiel Imitations of Lives (2017). Diese Arbeiten zeigen: Sozialer Raum, Architektur und Körper gehören zusammen. Sie zeigen: Akteur, Betrachter, Raum und Bewegung gehören zusammen. Sie zeigen: Ort und Geschichte gehören zusammen.

Die Kunsthalle Baden-Baden hat ein Begleitheft gemacht. Das Begleitheft ist kostenlos. Es erklärt schwierige Begriffe. Es gibt ein Glossar. Das Glossar hilft dir. Es hilft dir, die Referenzen und Zitate zu verstehen. Du lernst Begriffe kennen. Zum Beispiel Queerness. Zum Beispiel Empowerment. Zum Beispiel Gaze. Zum Beispiel Othering. Zum Beispiel Kreolisierung. Du verstehst, was diese Begriffe bedeuten. Du verstehst, warum sie wichtig sind.

Kuratorinnen: Christina Lehnert und Çağla Ilk

Begleitprogramm