No other cure none other than words in talking
Künstler*innen
- Theresa Hak Kyung Cha
- Evelyn Taocheng Wang
- Thuy-Han Nguyen-Chi
- Andrew Yong Hoon Lee
- Franziska Aigner
- Audrey Chen
- Lotus L. Kang
- Hanne Lippard
- Tanasgol Sabbagh
- Fabian Saul
- Hyunhye Seo
- Senthuran Varatharajah
- Alex Zhang Hungtai
- Ketuta Alexi-Meskhishvili
Kurator*in
- Christina Lehnert
Die Ausstellung No other cure none other than words in talking zeigt Künstlerinnen aus der Geschichte und heute. Ihre Werke haben etwas gemeinsam: Sie handeln von Sprache, Erinnerung und dem Gefühl, fremd zu sein.
Der Name der Ausstellung kommt aus dem Buch Temps Morts von Cha. Die erste Zeile heißt übersetzt: „keine Heilung, gar keine andere, als die im Wort sprechen“. Danach folgen viele Beispiele für Sprechen und Reden. Es gibt Anweisungen und Urteile. Am Ende zwingen sie zum Schweigen.
Die Ausstellung lädt dich ein: Lies, höre zu und sprich. Sie macht die Institution zu einem Ort für viele Stimmen. Die Künstlerinnen erzählen ihre Geschichten. Sie schaffen einen Raum für Kritik. Sie verbinden Kunst und Erfahrungen. Sie verbinden Erinnerungen, Zeiten, Geschichte und Gegenwart. Heute gibt es viele neue Begriffe. Sie beeinflussen Stimmungen und Meinungen. Aber sie machen das Gespräch schwer. Die Kunst der Künstlerinnen zeigt: Worte sind wichtig. Sie helfen uns, miteinander zu sprechen.
Die Ausstellung beginnt mit dem Werk von der Künstlerin Theresa Hak Kyung Cha (*1951, Busan, KOR – 1982, New York, USA). Cha ist bekannt für ihr Buch Dictée. Es ist eine Autobiografie. Sie ist auf mehreren Sprachen geschrieben. Cha erzählt darin von ihrer Geschichte. Sie erzählt von ihrer Familie. Sie erzählt von ihrer Sprache. Sprache und Sprechen sind wichtig in ihrer Kunst. Cha spricht über ihre Erfahrungen. Sie ist von Korea in die USA gezogen. Sie hat eine andere Kultur erlebt.
Thuy-Han Nguyen-Chi (*1988, Reutlingen, GER) macht Filme und Installationen. Sie erzählt von Migration. Sie erzählt von der Fremde. Sie erzählt von der Erinnerung. Sie erzählt von der Zukunft. Ihre Werke handeln von der Vergangenheit. Sie haben Bezüge zur Science-Fiction. Sie handeln von der Familie. Sie handeln von Krieg und Flucht. Der Verlust der Heimat ist ein Thema. Die Werke sind nicht linear. Sie mischen Geschichte und persönliche Gedanken.
Evelyn Taocheng Wang (*1981, Chengdu, CHN) arbeitet in Serien. Wang hat in China Malerei gelernt. Sie hat in Europa Kunst studiert. Sie verbindet ihre Erfahrungen mit Literatur. Sie verbindet sie mit Mode. Sie verbindet sie mit Kunstgeschichte. Sie verbindet sie mit Kolonialgeschichte. Sie verbindet sie mit queerer und feministischer Theorie. Ihre Erzählungen handeln von ihrem Leben. Sie handeln von ihrem Leben als Künstlerin. Sie handeln von ihrem Leben als asiatische Frau in Europa. Sie stellt Vorstellungen von Kultur zur Diskussion. Sie stellt Vorstellungen von Geschlecht zur Diskussion. Sie stellt Vorstellungen von Nationalität zur Diskussion.
Die Stimme zu erheben ist ein körperlicher Akt. Es ist auch ein politischer Akt. Die Künstlerinnen in der Ausstellung erzählen auf ihre Weise. Eine Soundinstallation zeigt das. Thuy-Han Nguyen-Chi hat sie inszeniert. Andrew Yong Hoon Lee hat sie komponiert. Die Installation hat neun Stimmen. Sie erinnert an das Buch Dictée.
Begleitprogramm
No other cure none other than words in talking
Brunch und Künstler*innengespräche
Mit Thuy-Han Nguyen-Chi, Andrew Yong Hoon Lee und Viron Erol Vert
Die Kunst der kalifornischen Bay Area in den 1970er Jahren
Zum künstlerischen Umfeld von Theresa Hak Kyung Cha und zu ihren Bezügen zu Wegbereitern der Performance Art und Konzeptkunst wie Terry Fox und Tom Marioni










