Wangechi Mutu
Solch ungeahnte Tiefen
Künstler*in
- Wangechi Mutu
Kurator*in
- Johan Holten
Kuratorische Assistenz
- Johannes Honeck
Publikation
Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Der Katalog hat Texte. Die Texte sind auf 2 Sprachen. Die Texte sind von Joyce Bidouzo-Coudray, Johan Holten, Johannes Honeck und Franklin Sirmans. Der Verlag für Moderne Kunst in Nürnberg gibt den Katalog heraus.
Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden zeigt die Künstlerin Wangechi Mutu. Sie wurde 1972 in Kenia geboren. Heute lebt sie in New York. Sie macht Collagen, Installationen und Videos. Darin sind seltsame Wesen. Sie bestehen aus Körperteilen, Maschinen, Tierhäuten und Pflanzen. Mutu nutzt auch Alltagsgegenstände wie Decken, Schüsseln und Plastikflaschen. Sie erzeugen ein Gefühl von Geborgenheit. Aber auch von Gefahr und Katastrophe. Die Künstlerin setzt tausendfach reproduzierte Bilder neu zusammen. Die Collagen wirken oft beunruhigend. Sie lenken den Blick auf den weiblichen Körper. Besonders auf den schwarzen Körper. Und auf seine Darstellung in den Medien.
Mutu bezieht sich oft auf ihre Herkunft. Aber sie ist keine „afrikanische“ Künstlerin. Sie zeigt: In der globalisierten Welt gibt es keine klaren Zuordnungen. Ihre Bilder zeigen Entfremdung und Verlust von Heimat. Kulturelle Identitäten sind nicht mehr an einen Ort gebunden. Sie sind Mischungen. Mutus Bilderwelten sind voller Gegensätze: profan und religiös, Gewalt und Schönheit, Armut und Überfluss.
In Deutschland kennt man Wangechi Mutu. Sie gewann 2010 den „Artist of the Year“-Preis der Deutschen Bank. Sie zeigte ihre Werke im Deutschen Guggenheim Berlin. Weltweit ist sie bekannt. Sie war in vielen Museen. Zum Beispiel im Guggenheim Bilbao, Spanien (2011), der Art Gallery of Ontario, Kanada (2010), dem Museum of Contemporary Art, San Diego, USA (2009).

















